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5 unbeabsichtigte Folgen, die durch die Ehe-Gleichstellung bald auf uns zukommen

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Heute hat der oberste Gerichtshof der USA die gleichgeschlechtliche Ehe landesweit legalisiert, und egal ob du nun heiraten willst oder nicht, das ist eine verdammte Riesen-Sache!

Wir haben uns vorher bereits ausgemalt, wie die Zukunft der schwul-lesbischen-Rechte-Bewegung nach der Ehe-Gleichstellung wohl aussehen mag (grundsätzlich wird das wohl dazu beitragen, dass auch die Rechte von Transsexuellen weiter voran getrieben werden). Aber lasst uns mal kurz innehalten und auf ein paar mögliche unbeabsichtigte Folgen schauen, die die gleichgeschlechtliche Ehe mit sich bringen wird:

1) Schwule und Lesben werden unter Druck gesetzt zu heiraten, oder wie J. Bryan Lowder vom Magazin “Slate” gesagt hat: “Die Freiheit heiraten zu dürfen könnte schnell zum Zwang werden, heiraten zu müssen”. Von schwulen Paaren wird mehr und mehr erwartet, dass sie sich anpassen und ihre Beziehung „ehrbar“ machen indem sie heiraten.

2) Als nächstes wird die Hochzeits-Branche überschnappen: Zusätzlich zu allen möglichen Ausprägungen an gleichgeschlechtlichen Hochzeitstortenfiguren, Sie-und-Sie-Eheringen oder Bademantel-Sets für frischvermählte Schwule ist es sehr wahrscheinlich, dass auch Tourismusverbände damit anfangen werden ihre Region als das perfektes Flitterwochenziel für Schwule anzupreisen. Auch werden wir sehen, wie diverse Rechtsverdreher damit beginnen werden, ihre Expertise in schwulem Scheidungsrecht zu bewerben.

3) Gleichberechtigungs-Organisationen in den 32 US-Staaten, in denen Menschen noch immer gefeuert werden können weil sie schwul oder lesbisch sind, müssen schleunigst daran arbeiten damit sicher gestellt wird, dass frisch verheiratete gleichgeschlechtliche Paare ihren Job danach auch behalten können. Ebenso müssen pro-schwul/lesbische Unternehmen ihre Beihilfen für nichteheliche Lebensgemeinschaften einstellen nachdem ihre schwulen und lesbischen Mitarbeiter nun völlig legal heiraten können. In einer Kampagne von „The Human Rights“ werden Arbeitgeber dazu aufgefordert, diese Beihilfen nicht einzustellen.

4) Anti-schwule Organisationen wie die sogenannte „nationale Organisation für die Ehe“ werden höchstwahrscheinlich in den USA noch für eine Weile weiter Bestand haben und in traurigen Bemühungen versuchen, republikanische Präsidentenkandidaten zu dem Wahlversprechen zu bewegen, dass sie sich dafür einsetzten die Entscheidung des obersten Gerichtshofes zu kippen (was quasi unmöglich ist) und ihren Hass nun weiter auf transsexuelle Menschen projizieren. Und ihr übles Spiel wird vermehrt auf internationaler Bühne stattfinden, wo sie ihre anti-schwulen Parolen in Afrika, Asien oder auch sonst wo verbreiten werden.

5) Es ist auch zu erwarten, dass die konservativen US-Staaten damit anfangen werden Gesetzte ähnlich dem „Gesetz der religiösen Freiheit“ im US-Staat Indiana auf den Weg zu bringen. Dieses Gesetz erlaubt religiösen Geschäftsinhabern und kirchlichen Wohltätigkeitsorganisationen (wie z.B. katholischen Adoptions-Agenturen), dass Sie aus religiösen Gründen gegenüber schulen Paaren ihre Dienste verweigern dürfen. Gruppen wie Freedom For All Americans werden um so mehr notwendig awin, um gegen solche Diskriminierungen zu kämpfen.

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