Pack deine Sachen: Die besten und schlechtesten schwulen Reiseziele in Europa

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ILGA-Europe, ein Netzwerk von über 400 LGBT-Organisationen, hat kürzlich den jährlichen Rainbow Europe Index veröffentlicht. Der Report umfasst 49 Länder, bei denen Kriterien von Anti-Diskriminierungsgesetzen am Arbeitsplatz bis hin zu der Situation wie Transsexuelle das Geschlecht in ihren Dokumenten ändern können. Ganz oben auf der Liste steht Großbritannien, insbesondere mit Schottland, das insgesamt 92 Prozent der möglichen Punkte in Bezug auf Änderung des Geschlechts, Gewalt gegen Schwule,  Anti-Diskriminierung sowie Gesetzte zum Schutz von LGBT-Familien erreicht hat.

Schottland war schon immer ein großartiges Land – es bescherte uns das Fahrrad, Harris Tweed, Penicillin als Antibiotikum und Ewan McGregor – und es wird noch besser.

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Malta Pride Parade
(image via Malta Independent)

Nachdem die Schotten letztes Jahr darüber abgestimmt haben, dass sie weiter Teil des Vereinigten Königreiches bleiben wollen, sind sie auch um einiges progressiver als ihre südlichen Nachbarn. Die linke (und schwulenfreundliche) schottische National Party hat diesen Monat bei den Wahlen einen wahren Erdrutschsieg errungen, indem sie alle außer drei der 59 schottischen Sitze im britischen Parlament besetzt. Die 20jährige Studentin der Universität von Glasgow, Mhairi Black, wurde vor kurzem als jüngste Person seit 1667 in das britische Parlament gewählt. Das Vereinigte Königreich hat dieses Jahr insgesamt 86 Prozentpunkte im Rainbow Europe Report erreicht, gefolgt von Belgien mit 83 Prozent und dem kleinen Inselstaat Malta mit 77 Prozent. Malta schlägt sämtliche skandinavischen Länder mit den wirklich großen Fortschritten, die sie im letzten Jahr gemacht haben. Hervorzuheben ist hier, dass das Parlament in einer namentlichen Abstimmung beschlossen hat, einen verfassungsmäßigen Schutz gegen Diskriminierung  aufgrund der Geschlechtsidentität einzuführen. Das mag man vielleicht nicht mitbekommen haben, weil Malta nicht wirklich ein Land ist von dem man oft etwas hört.

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Azerbaijan Auf Eurovision, 2008 (image via
 Wikipedia)

Am Ende der Liste steht mit nur 5 Prozent Aserbaidschan im Ranking ganz unten, ein Land mit einem extrem schlimmen Zustand in Hinsicht auf Menschenrechte und der Gleichstellung von Schwulen und Lesben. Neben der rückständigen Schwulenpolitik hat die Regierung von Azeri auch die schreckliche Angewohnheit Journalisten zu inhaftieren.

Wie erwartet steht auch Russland unten auf der Liste (8 Prozent), und auch Armenien und die Ukraine sind mit 9 bzw. 10 Prozent nicht viel besser.

Die große Überraschung am unteren Ende der Liste ist Monaco mit 11 Prozent, das winzige Land ist bekannt für seine glamourösen Casinos und der ehemals trendigen Fürstenfamilie.

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Albert II of Monaco (image via Wikipedia)

Anders als in Monaco’s einzigem Nachbarstaat Frankreich, gibt es in dem Stadtstaat keinerlei rechtlichen Schutz für Schwule und Lesben. Ebenso wenig ist die gleichgeschlechtliche Ehe oder Adoption erlaubt und es gibt auch keine Massnahmen, um gegen Gewalttaten aufgrund von sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität vorzugehen. Bei nur dreißigtausend Einwohnern mag man es dem Land nachsehen, dass es dort keine Pride-Veranstaltungen für die schwule Community gibt. Was man aber nicht verzeihen kann ist, dass das Land seit 1979 erst drei mal beim Eurovision teilgenommen hat.

Den vollständigen Rainbow Europe Report mit jeder Menge Grafiken, Zahlen und Fakten findet ihr hier.

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